Avatar

Der Avatar – Fantasievolle Selbstdarstellung oder doch nur ein Bild?

Aus den Internetforen der modernen Welt ist er nicht mehr wegzudenken: Der Avatar.

In den miteinander vertrauten, oft eng verflochtenen Communities ist er so etwas wie das Logo auf der Visitenkarte. Man kann so vieles mit ihm darstellen: Sei es der eigene Musikgeschmack, sei es die religiöse Einstellung, der Lieblingsverein, der Traumwagen. Es kann aber auch ein Foto von sich selbst sein. Oder aber ein Held aus einem Videospiel, Buch oder Film, mit dessen Taten und Charakterzügen man sich identifizieren kann.

In jedem Fall wählt man einen Avatar nicht leichtfertig, es werden sich Gedanken gemacht. Das geschieht oft unterbewusst und ist damit auch ein Problem. Was für Person A hip und cool ist, muss Person B nicht ebenso empfinden. Und beim Lesen eines Beitrages kann so ganz schnell die Objektivität verringert werden, weil man beispielsweise das Emblem eines ungeliebten Fußballrivalen dort erkennt. So sehr man sich auch dagegen wappnet, so ist es uns doch nicht immer möglich, solche Bilder einfach auszublenden. Und genau darum sollte man bei der Wahl des Avatars mit Bedacht vorgehen.

Im großen Maskenball des Internets kommt es eben nicht nur auf das Betragen an, sondern auch auf die eigene Maske. Hierbei ist der Avatar der Schlüssel.